Kleine Dosen, wenig Pulver, winzige Pralinen so verpackt, dass ihr Äusseres auf wesentlich mehr Inhalt schliessen lässt: Alltag im Detailhandel und täglicher Frust für den Konsumenten. Mogelverpackungen verärgern die Kundschaft, sie sind manipulativ und aber meist völlig legal. Dennoch wird eines deutlich: Die Zeit der übertriebenen Verpackungen ist vorbei. Ökologisch, fair und schlicht ist heute angesagt.

Der Konsument von heute ist kritischer geworden auch dank mehr Informationsmöglichkeiten.

Die kritischere Haltung vom Konsumenten muss bei der Produktverpackung berücksichtigt werden.

Manipulation durch die Verpackung funktioniert nicht mehr

70 Prozent der Kaufentscheide werden vor Ort und in Anbetracht des (verpackten) Produktes gefällt. Das wissen die Marketingabteilungen. Und so werden doppelte Böden eingebaut und kleine Dinge in grosse Verpackungen gesteckt. Unternehmer, die heute noch mit Mogelverpackungen agieren, täuschen sich aber gewaltig: Der Kunde von heute ist aufgeklärt, er weiss, was er will und was er nicht will. Doppelte Böden und viel Luft verärgern ihn, und sei das Produkt noch so gut – der emanzipierte Konsument lässt sich nicht mehr so leicht täuschen.

Fairness, Attraktivität und Ökologie – das sind die Anforderungen von heute

Produktverpackung, das ist heute eine Disziplin, in der es um Fairness, Attraktivität und Ökologie geht. Was überzeugt, das ist die Qualität des Produktes, nicht dessen pompöse Aufmachung. Denn der Kunde weiss: Auf den Grundpreis kommt es an und nicht auf die Grösse des verpackten Produkts. Mehr Sein als Schein also. Der postmoderne Mensch schätzt ehrliche Qualität. Und wenn diese stimmt, so gibt man auch gerne ein paar Franken mehr aus – und macht um die Mogelverpackungen einen weiten Bogen!

Was eine gute Verpackung können muss

Eine gute Verpackung verlängert die Lebensdauer des Produktes. Sie bietet dem Inhalt Schutz vor Schlägen, Witterung, Temperaturunterschieden – und dies ohne Mühe zu bereiten beim Auspacken. Sie ist gut zu handhaben, nachhaltig und effektiv.

Wer seine Kunden mit billigen Tricks zu manipulieren sucht, schneidet sich ins eigene Fleisch.

Produzenten dürfen den Anschluss nicht verpassen und müssen sich überlegen, wie sie Produkteverpackungen so gestalten können, damit diese fair, attraktiv und ökologisch sind. Das erfordert bei manchen ein längst überfälliges Umdenken …