«Das Büro der Zukunft» lautet der Titel einer Folge im Zürcher Oberländer (26.9.2015). Porträtiert werden der neue Hauptsitz der Schweizerischen Post im Berner Quartier Wankdorf City und die SBB, die ebenfalls in Wankdorf City ansässig ist. Was die beiden Grossunternehmen verbindet, ist die Neuausrichtung in ihren Geschäftsräumlichkeiten: Desksharing. Was bedeutet, dass bei der Post auf 1920 Mitarbeiter nur noch 1650 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Also 85 pro 100 Mitarbeiter. Das ist auf den ersten Blick zu wenig. Doch das Konzept beruht auf zahlreichen Teilzeitangestellten. Auf flexible Arbeitsplätze. Arbeiten von überall her und zu jeder Zeit.

Grossraumbüro in der Veränderung

Büroeinrichtungen verändern sich immer mehr

Anpassen der Büroinfrastruktur

Statt Einzelbüro neu in der Masse. Statt eigens gestalteter Arbeitsplatz mit eigenem Bürotisch, neu Temporärpulte, die täglich gereinigt werden müssen. Von den Nutzern selbst. Und weil man auf das papierlose Büro setzt, gibt es nur im Druckerraum einen Abfalleimer …

Büroeinrichtungen erhalten ein neues Gesicht.

«Benutzerführung» der besonderen Art. Doch nicht jeder kann ohne Weiteres umstellen. Vor allem ältere Mitarbeiter hätten Mühe mit diesem System. Denn öffentlich ausgestellt und der Akustik ausgesetzt sein, ist nicht jedermanns und -fraus Sache. Haben Angestellte bei der Post gesundheitliche Probleme, bekommen sie einen festen Arbeitsplatz zugeteilt. Soweit so gut.

«Sich abgrenzen ist ein Urbedürfnis des Menschen»

… sagt Gewerkschafter René Fürst im ZO-Artikel. Wie Recht er hat! Wir sind zwar soziale Wesen, müssen aber (mit)bestimmen können, wann wir in der Gruppe sein möchten und wann nicht. In Gesellschaft zu sein, kostet unter Umständen auch Kraft. «Die Wände haben Ohren» ist ein Spruch, den man dann und wann in Krimis lesen kann. Als ich vor einigen Jahren in einem Grossraum-Büro gearbeitet hatte, konnten alle Mitarbeiter mithören, wie ich telefonisch Kunden akquirierte. Einige kommentierten die Gespräche sogar.

Man ist im Grossraumbüro ausgestellt und das hat kaum jemand gerne.

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass diese Herausforderungen wahrgenommen und darauf reagiert wird. Mit speziellen Arbeitsplätzen. Das ist fair. Bleibt die Frage, wo die Grenzen gezogen werden. Denn die Gefahr für eine Zweiklassen-Gesellschaft besteht. Zwischen denjenigen im Grossraum- und denen im Einzelbüro.

Büroeinrichtungen: Balance zwischen Abgrenzung und fördernder Kommunikation

Büroeinrichtungen: Balance zwischen Abgrenzung und fördernder Kommunikation

Bürogestaltung als entscheidender Faktor

Ist ein Grossraumbüro nur für grosse Unternehmen aktuell? Ich denke nein. Auch KMU sind davon betroffen. Weil mit dieser Form von Büroeinrichtung wichtiges Geld gespart werden kann. Bürogestaltung zur Senkung von fixen Kosten.

Raum und Abgrenzung bleiben in der Büroeinrichtung wichtig.

Keine Frage. Mit einem durchdachten Konzept, mit geeigneten Büromöbeln, mit Abgrenzungs-Zwischenwänden, die auch akustisch überzeugen. Damit lässt sich vieles verändern, bzw. einrichten. Lässt sich Raum zum Arbeiten und Leben schaffen. Diese Aufgabe ist allerdings nie abgeschlossen. Denn wie das Konzept von SBB und der Post zeigt, kann die Persönlichkeit eines Menschen entscheidend Einfluss nehmen. Will man einen Topverkäufer, der ein Einzelbüro braucht, oder einen, der sich in das Bürokonzept eingibt, aber schlecht verkauft? Will man eine Buchhalterin, die im Einzelbüro fehlerfrei arbeitet, oder im Grossraumbüro dauernd gestört wird?

Es geht nicht ohne Kompromisse. Das lehrt uns das Leben täglich. Und das gilt auch im Bereich der Büroeinrichtungen…

Tipp: Office-Trade.ch: Bürogestaltung mit Büroeinrichtungen, Büromöbel, Büromaterial aus einer Hand

© KMU-Marketing-Blog.ch – überarbeitet am 10.1.2020 (ar)